Das unsichtbare Konzentrationslager. Eine Exkursion der 8B und 8C Klassen

Das unsichtbare Konzentrationslager. Eine Exkursion  der 8B und 8C Klassen

Eine Exkursion führte an einem kühlen Spätherbsttag ins Konzentrationslager Gusen. Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts machten sich die 8B und 8C Klasse auf dem Weg, um den Spuren von Dr. Johann Gruber, einem gebürtigen Grieskirchner zu folgen. Ein preisgekrönter Audioweg leitet durchs Gelände des Konzentrationslagers, wo im Jahr 2022 richtungsweisende Ankäufe zum Erhalt dieses Gedächtnisareals getätigt wurden.

Der Schotterweg unter unseren Füßen knirscht, als wir übermannshohen Betonmauern entlang zum Memorial des KZ Gusen schlendern. Von außen wirkt Gusen nicht  bedrohlich und trägt alles andere als den Charakter eines KZs. Inmitten von Feldern liegt eine ganz gewöhnliche Wohnsiedlung. Der Fluss Gusen fließt vorüber, ein Zug rauscht nahe der aufgelassenen Stollenanlage „Bergkristall“ vorbei und erinnert an vergangene Zeiten. Jeder, der an dieser auditativen Führung  durch die Straßen Gusens teilnimmt, um seine dunkle und unsichtbare Geschichte zu ergründen, wird im Memorial mit modernen I-Pods und Kopfhörern ausgestattet. Einer nach dem anderen begibt sich zum Startpunkt und taucht ein in das Hörerlebnis. Die Stimme einer Frau weist auf bestimmte Orte hin und ihre Schritte begleiten und führen uns im Gleichtakt auf dem Weg durch Vergangenheit und Gegenwart. Immer wieder berichten Zeitzeugen von ihren Erfahrungen.

Erzählungen und Aussagen von Tätern, Opfern, Zuschauern, Bewohnern und Leuten, die in der heutigen Siedlung Gusen nach dem Abriss des KZs aufgewachsen sind, vermischen sich auf dem Pfad und machen die Führung lebendig. Oft werden wir dazu aufgefordert innezuhalten, uns etwas vorzustellen und unsere Vorstellungskraft beginnt düstere Szenen lebendig werden zu lassen …

Manchmal verwischen und vermischen sich Szenen der Vergangenheit mit jenen aus der Gegenwart, wenn wir zum Beispiel Kinderstimmen aus dem nahegelegenen Kindergarten vernehmen, die von Bildern von brutal getöteten Kindern in der NS-Zeit überlagert werden.

Manche Schreckensorte sind zerstört, einige mit Gesträuch überwachsen, andere werden gerade freigelegt. Der Ort Gusen ist ein Beispiel dafür, wie man auf einer verbrecherischen Basis eine neue Zukunft schaffen kann. Dennoch fragt man sich, ob der Boden und die Umgebung all die schrecklichen Geschehnisse gespeichert hat und ob die heutigen Bewohner der Siedlung dies wahrnehmen, ob es sie belastet – obwohl sie und ihre Familien an den Gräueln nicht beteiligt gewesen waren. Alles in allem war es eine interessante Erfahrung alleine durch einen Ort zu gehen und den Stimmen einer anderen Zeit zu lauschen.

Elena Carter, 8B

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